Quote of the Moment:
Here’s to alcohol, the cause of — and solution to — all life’s problems.
Homer Simpsons
Piratenbanner

Der Herr Tauss

fly.floh am 23. Juni 2009 um 22:48

Nachdem der Bundestag letzten Donnerstag nun die Internet-Zensur beschlossen hat, sind am Wochenende viele Mitglieder der SPD aus dieser ausgetreten. Viele davon mit offenen Briefen, wie diesem. Unter ihnen der langjaehrige Bundestagsabgeordnete Joerg Tauss. Tauss ist aber nicht nur aus der SPD ausgetreten, er ist am selben Tag in die Piratenpartei eingetreten. Gegen Joerg Tauss wird seit Maerz wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften ermittelt, das ist recht allgemein bekannt. Wie immer bei solchen Ermittlungen sind Karriere und Leben erstmal den Bach runter. Man weiss bisher nicht warum Tauss dieses Materias besessen hat. Er selbst sagt, es sei zu Ermittlungszwecken gewesen. Fakt ist aber, und das ist denke ich auch einer der Gruende, aus denen die Piratenpartei ihn aufgenommen hat, dass in Deutschland noch jeder unschuldig ist, bis das Gegenteil bewiesen ist. Ein Urteil gegen Tauss gibt es bisher nicht, damit ist er als unschuldig zu behandeln.

Auf abgeordnetenwatch.de hat er nun einen Erklaerungsversuch abgegeben, warum so viele seiner Kollegen fuer die Internet-Zensur gestimmt haben. Ist meiner Meinung nach recht lesenswert und wahrscheinlich auch, zumindest bei der grossen Masse wirklich der Fall.

Tian’anmen

fly.floh am 6. Juni 2009 um 18:20

Kurzes Update zum Tank Man. Boston.com hat eine Fotostrecke zu den Ereignissen am Tian’anmen Square vor 20 Jahren.

Tank Man

fly.floh am 5. Juni 2009 um 14:23

Auf den Tag genau 20 Jahre ist es nun her, dass sich einer der bekanntesten Faelle zivilen Ungehorsams des letzten Jahrtausends ereignete. Der Tank Man hielt einen Tag nach dem Massaker am Tian’anmen Square durch blosse Anwesenheit eine Reihe chinesischer Panzer auf. Ein Foto davon hat die englische Wikipedia.

Feuerwerk gefällig?

fly.floh am 27. November 2008 um 15:18

Happiness Land

fly.floh am 14. Oktober 2008 um 20:58

Der folgende Text ist inspiriert von einem nicht ganz so kleinen Park, mitten in Ulaanbaatar. Über dem Eingang des Parks steht in grossen Buchstaben “Happiness Land”. Hier gab es mal ein Riesenrad, einen See mit Tretbooten und eine kleine Achterbahn für kleine Kinder.

It was a strange day. There were no children’s voices, no laughter. Just strange honking noises coming from further away. The little mouse was slowly awakening. It sniffed around, did not quite notice what was wrong at first.Only when it left it’s home it saw the big park and suddenly realised the emptiness.
There were no children’s voices and no laughter. There were no children. Not one single boat with a child was floating the the waters of the big sea. The statues of the penguins were slowly shaken by the wind. No one was playing on them today.
The mouse was struck, it did not move. It suddenly felt alone, empty. This could not be! It ran over to the big wheel, right next to the monorail. From far away still, it could see, nothing was moving. The wind was moving the wheel a little, but there were no children. No children with ice cream, no children begging their parents for just one more ride. There was no more ride. No children. What had happened?
The wheeel screeched in the wind, it was already begining to corrode, to die.
A sign had been left at the entrance to the operator’s cabin, it was just as if everyone had run away. Run away for good. The little mouse checked out the monorail, but no one was riding that either. The cars were just standing there, as they had been left the evening before. The mouse didn’t even bother to visit the carousel. It just went for the entrance, ran over empty grass. With picknick tables, without children.
The entrance to Happiness Land did not give answers, just the sad sight of one small girl crying in front of the closed gates.

This is a Great Wall

fly.floh am 8. September 2008 um 16:37

Heute stand also die Grosse Mauer auf dem Plan. Da wir keine Pauschaltouristen sind wie diese komischen Leute im Zug, muessen wir uns erstmal entscheiden wo wir eigentlich hin wollen. Lonely Planet ist an der Stelle sehr hilfreich und ein Bewohner unseres Hostels gibt uns den Tip fuer Yinshanling. Von dort wollen wir dann die 10km nach Simatai laufen.

Wir stehen also freuh auf und machen uns zunaechst per Subway auf den Weg zum Long Distance Bus Terminal. Von dort gehts mit dem Bus 980 nach Miyun, wo wir mit einer Chinesin ausmachen, dass sie uns nach Yinshanling faehrt und von Simatai wieder abholt. Alles erfreulich problemlos.

In Yinshanling angekommen machen wir uns also auf den Weg, zunaechst sieht man keine Mauer, nur einen Ticket-Schalter, 40 Yuan Eintritt fuer eine 2000 Jahre alte Mauer. Kurze Zeit spaeter kommt die Mauer dann endlich in Sicht und unsere Motivation steigt ins Unermessliche. Eine wahrhaft imposante Mauer. Nict besonders hoch – ich hatte sie mir zumindest hoeher vorgestellt – dafuer aber lang.

Auf der Mauer, sitzt keine zwar keine Wanze, dafuer aber eine Menge alter Mongolinnen, die einem Wasser und T-Shirts andrehen wollen. Toll, und das nur weil ich meine Wampe ein wenig braeunen will. Die Frauen erweisen sich trotz ihres meist recht fortgeschrittenen Alters als erstaunlich fit und folgen uns teilweise mehrere Kilometer unseres Weges nur um nach jedem mittleren Anstieg erneut nach Iced Water zu fragen. Wir haben unser eigenes, angenehm warm. Nach etwa drei Stunden Wanderung und weiteren 50 Yuan Eintritt kommen wir dann in Simatai an. Ein Paradies, hier wird die Mauer von einem kleinen Fluss getrennt, viele Baeume stehen in dem Tal, rundherum. Der Haufen Natur ist echte Abwechslung zum verdreckten Peking in das wir heute Abend wieder zurueckgekehrt sind.

Beijing Duck, Beijing Style

fly.floh am 7. September 2008 um 17:15

So nachdem Hyper ja schon fleissig ueber Peking und Grenze gebloggt hat werde ich dann auch mal wieder was neues erzaehlen.

Wir haben also letzte Woche Donnerstag Ulaanbaatar mit dem Expresszug nach Peking verlassen. In die lange Reihe von deutschen 5-Sterne-Pauschaltouristen passten wir mit unseren Rucksaecken zwar nicht rein, hatten aber gegenueber deren Rollkoffern deutliche Vorteile beim ueblichen Einstiegsgedraenge. Der Altersvorteil war auch nicht zu unterschaetzen. Unser Abteil teilten wir mit Tom, einem sehr netten Chinesen aus Hong-Kong, der uns sehr viele nuetzliche Tips zu China mit auf den Weg gegeben hat.

Nach einem kompletten Tag Fahrt durch sehr ansehnliche mongloische Landschaft und einem absolut geilen Sonnenuntergang, mitten in Gobi, erreichen wir am fruehen Abend die chinesische Grenze. Die Ausreise aus der Mongolei gestaltet sich trotz verlorenem Customs-Zettel sehr problemfrei. Roman wird uns also auch weiterhin auf unserem Trip begleiten.

Weiter gehts zu den Chinesen. Hier werden wir zum ersten Mal auf unserer Tour kontrolliert. Weil Kocherbenzin so leicht explodieren kann muss ich leider die Benzinflasche abgeben. Aergerlich, herzlich willkommen in China. Die Einreise verlaeuft aber ansonsten Problemfrei, ausser dass wir natuerlich gleich mal eine der drei Departure-Cards verlieren, naja die kann man hoffentlich ersetzen. Waren ja noch nicht ausgefuellt.

Die restliche Nacht ist bis auf einen leicht betrunkenen Hyper recht ruhig und nachdem sich niemand mehr ueber Kopfschmerzen beschwert kann man sogar echt gut schlafen, auch wenn in den modernen chinesischen Zuegen das rhytmische Klappern, das wir aus den russischen Versionen gewohnt sind fehlt.

Mittags kommen wir dann in Beijing an. 30 Grad und Sonne erwarten uns, viel besseres Wetter als in Ulaanbaatar. Im Hostel wird also erstmal die kurze Hose angeworfen und dann genehmigen wir uns das erste Essen am Tag: Beijing Roast Duck. Ein komplette gebratene Ente mit suesser Sosse und sehr duennen, absolut leckeren chinesischen Pancakes dazu. Lonely Planet sagt, dass man “Peking Duck” nur in Beijing echt serviert bekommt.

Gestern haben wir dann das Erlebnis Subway und Bus fahren gewagt, raus zum Summer Palace. Ein sehr schoener Palast mit grossem See, mehreren Tempeln und super Gaerten, ohne die ganzen Touris koennte das echt idyllisch sein. Aber was solls, wir sind ja auch hier. Klasse war das Ding auf jeden Fall. Auf dem Rueckweg laufen wir durch ein echtes Hutong-Viertel. Hutongs sind Pekings enge Gassen, hier mixen sich verschiedenste Gerueche und es gibt viel mehr zu sehen als auf den fuer Olympia herausgeputzten Hauptstrassen. Echte chinesische Kultur und chinesisches Essen. Wunderbar. Da unsere Subway-Station wegen der Eroeffnungsfeier der Paralympis geschlossen war mussten wir zwei Stationen spaeter aussteigen und einen grossen Umweg nach Hause laufen, dafuer haben wir auf dem Weg aber Top-Plaetze fuer das Feuerwerk gehabt. Bilder dazu folgen in Kuerze.

Heute mussten wir dann erstmal neue SD-Karten fuer unsere Kameras versorgen, chinesisches Internet ist zu langsam um sinnvoll Bilder hochzuladen. Danach sind wir nochmal durch ein paar Hutongs geschlendert und haben uns die Laeden angeschaut.

Lebenszeichen

fly.floh am 22. August 2008 um 06:31

Ich sietze grade mal kurz in Irkutsk im Hostel und habe ne Ecke Internet gefunden. Beitraege wie Mit der Achterbahn zum Never-Come-Back-Airport und Wir haben getrunken, gegessen und sindnicht erschossen worden sind gerade noch in Arbeit und folgen spaetestens an unserem naechsten Zielort, Ulan Baator.

Ich muss jetzt aber erstmal was essen gehen und mein Visum registrieren. Bis bald.

18kg und ein Zelt

fly.floh am 17. August 2008 um 17:10

Die letzten Sachen sind nun gepackt, eigentlich steht dem Trip nix mehr im Wege. Auf stattliche 18kg bringt es der Reiserucksack, vollgestopft mit Klamotten, Töpfen, Reiseführern und sonstigem Kram den man so braucht. Mein Kopf arbeitet: Was hab ich diesmal vergessen? Die wichtigsten Dokumente kommen zusammen mit den Planen vom Zelt ins Handgepäck, dafür war kein Platz mehr im Rucksack. Die lustigen bunten Aufkleber im Pass sind auch alle noch da. Die Packliste liegt noch hier, wieder und wieder lese ich drüber. Hab ich auch wirklich alles? Klamotten, Schlafsack, Reisepass, Handy, ein Buch, Kamera, Medikamente. Alles im Rucksack. Vielleicht sollte ich die Packliste einfach weg legen.

Mit den letzten Pack-Aktionen sind dann nun wirklich alle Vorbereitungen abgeschlossen. Es kann also los gehen, zunächst durch drei Länder deren Sprache ich nicht verstehe und Schrift ich nicht lesen kann.

China

fly.floh am 12. August 2008 um 23:02

Endlich passiert hier zur Abwechslung auch mal wieder was. Entschuldigung erstmal für das Sommerloch, doch die wenige Zeit die da zwischen Uni und Prüfungen und Umziehen noch war, wollte ich dann doch nicht so wirklich zum Texten verwenden. Zumal mir auch nix wirklich interessantes mehr eingefallen ist.

Wie dem auch sei, mal schauen ob sich in den nächsten zwei Monaten regelmäßig Internet findet, die Zeit geht’s nun nämlich endlich nach China. Das heißt vorerst nach Rußland. Hyper und Roman sind heute schon los, mit dem Flieger nach Moskau, um dann in den nächsten Tagen per Zug nach Irkutsk zu fahren, wo ich die Beiden dann in einer Woche treffen werde. Ein paar Tage Baikalsee sind geplant, bevor es weiter geht nach Ulan Baator, nach einer Woche Aufenthalt dann weiter nach Peking. Alles mit der Transmongolischen Eisenbahn.

Soweit zumindest der Plan, der gleiche Plan der sagt, dass es dann über Shanghai und Wuhan weiter geht nach Lhasa und von dort über Kathmandu nach Mumbai. Was dann wie und warum wirklich wird werde ich so oft wie möglich hier nieder schreiben. Man möge mir verzeihen wenn ich mal ein paar Tage kein Internet finde.