
Brücken werden oft als Symbol wahrgenommen, sie verbinden, indem sie Schluchten, Täler, Flüße ja teilweise sogar Meere überspannen und Wege verkürzen. Hier in Dresden entsteht derzeit eine Brücke, die Menschen eher trennt. Lange Diskussionen hat Dresden darüber geführt ob man die Waldschlößchenbrücke nun bauen soll oder muss, größer oder kleiner. Oder vielleicht als Tunnel? Nun nachdem der letzte Widerstand im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg geräumt wurde wird also eifrig mit dem Bau begonnen.

Die Brücke wird wohl zum Monument für eine veraltete Denkweise, schließlich soll es auf ihr nichtmal Straßenbahnschienen geben. Was bleibt ist ein verlorener Welterbe-Titel um den sich keiner schert, ein durch eine hässliche Brücke verschandelter Blick (Meinung des Autors
) und eine Brücke die nur so lange befahren werden kann wie es noch Öl gibt.

Der Widerstand gegen die Brücke war stark, Podiumsdiskussionen wurden geführt, Bäume wurden markiert und einer gar besetzt. Gestern Nacht nun wurde der Baum, von den Besetzern Robin Wood getauft, geräumt. Heute wurde der Baum gefällt. 250 Demonstranten blieben bis zuletzt.
Auch wenn ich sehr stark dagegen bin, dass hier eine Brücke gebaut wird, über die nichtmal der ÖPNV fahren kann, ich werde den Bau hier im Blog hin und wieder mit Fotos dokumentieren.



