Quote of the Moment:
Beneath this mask there is an idea, Mr. Creedy, and ideas are bulletproof.
V for Vendetta
Piratenbanner

Links der Woche

fly.floh am 20. November 2009 um 15:44

Aus Zeitmangel mal wieder zwei Ausgaben von Links der Woche hintereinander.

Zunaechst mal haben sich die Gruenen diese Woche endgueltig als unwaehlbar entpuppt. Auch die Gruenen wollen nun Studiengebuehren. Dazu passt dann gleich mal die Seite der Dresdner Uni-besetzer: http://www.pot81.de

The Pirate Bay hat letzte Woche seinen Tracker endgueltig abgeschalten. BitTorrent ueber Tracker sei nicht mehr zeitgemaess.

Wer mal eine Stunde Zeit hat sollte sich mal diese ARTE Doku ueber die Wandlungsfaehigkeit des menschlichen Gehirns anschauen. Sehr interessant.

Ausserdem haben wir nun in Deutschland endgueltig Buerger zweiter Klasse. Schoener taz-Kommentar mit dem Titel Falsches Gesetz trifft die Richtigen. Das passt aber ganz gut dazu, dass wir inzwischen 15-jaehrige strip-searchen und ohne Klamotten nach Hause schicken.

Zum Abschluss heute mal noch ein Comic von xkcd:
Academia vs. Business Comic

Links der Woche

fly.floh am 13. November 2009 um 14:47

Diese Woche mal wieder mit ein paar weniger Links. Dafuer gibt’s – zumindest auf einem davon – mehr als nur einen interessanten Artikel.

Gary Jones is a prisoner in the Bangkok Hilton. Der Autor des Blogs ist im Briefwechsel mit Gary und schreibt ueber den Alltag im Bang Kwang Prison in Bangkok.

Wer’s noch nicht gehoert hat: Demnaechst muss der Besucher von Webseiten in Europa jedem einzelnen Cookie, der nicht fuer die Grundfunktionalitaet der Seite gebraucht wird, zustimmen.

So zum Abschluss noch etwas technisches: Googles Chrome OS soll innerhalb der naechsten Woche zum Download bereit stehen. Dann waren da noch die vielen, tollen neuen Features von Wordpress 2.9.

Achja und wer ein bisschen mit Grafik rumexperimentieren moechte, Photoshop aber zu teuer findet und sich mit The Gimp (noch) nicht so richtig auskennt, kann sich ja mal Meet The Gimp anschauen. Das ist ein Video Podcast, der bei einfachen Dingen anfaengt, sich aber inzwischen auch etwas komplexeren Themen widmet.

Wessen Unis?

fly.floh am 12. November 2009 um 15:23

Ganz klar: Unsere Unis! In ganz Deutschland werden gerade Hoersaaele in den Unis besetzt, als Protest fuer bessere Bildung. In Dresden ist der Saal 81 im Potthoff-Bau bezetzt.

Angefangen haben die Besetzungen vor etwa drei Wochen in Wien, inzwischen sind die Aktionen sogar ueber den grossen Teich geschwappt, und es gibt Plaene fuer eine Besetzung in Berkeley.

In Dresden gibt es seitens der Studenten folgende Forderungen:

  • Mehr studentische Mitbestimmung in allen Organen aller Ebenen der Hochschule
  • Mehr Geld für Bildung insbesondere bessere räumliche und personelle Ausstattung
  • Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft – vor allem Gebührenfreiheit
  • Die Abschaffung der Leistungsselektion und positionieren uns gegen Elitenbildung
  • Eine bessere Umsetzung des Bolognaprozesses und seiner Grundideen
  • Mehr Kompetenzvermittlung statt reiner Wissensvermittlung
  • Chancenausgleich für Benachteiligte
  • Die reale Umsetzung der Freiheit von Forschung und Lehre, sowie den freien Zugang zu Wissen

Mit Gespraechsrunden, Diskussionen und Informationen wird Interesse geweckt, informiert und versucht Konsenz ueber das weitere Vorgehen zu finden. Das etwas passieren muss ist klar, leider ist das bei den Maechtigen noch nicht so recht angekommen, die Politik hat auf den Bundesweiten Bildungsstreik im Sommer gar nicht nennenswert reagiert und die Rektoren der Unis stehen einer polizeilichen Raeumung meist auch nicht gerade abgeneigt gegenueber, so geschehen zum Beispiel schon in Muenster und – gerade eben – in Tuebingen. Die Politik reagiert allerdings auch auf dutzende besetzte Unis nicht nennenswert. Mal schauen, ob sich das in den naechsten Tagen aendert, schliesslich kommen taeglich neue Unis dazu. Heute sind es bisher die LMU Muenchen und die HU Berlin.

Professoren zeigen sich unterdessen zumeist solidarisch mit den Studenten und verlegen ihre Vorlesungen in andere Hoersaaele. Weitere Solidaritaesbekundungen gibt’s von den Studis untereinander und von der saechsischen Piratenpartei.

Bilder aus Dresden gibt’s im extra eingerichteten Wiki.

Roland Koch will die Piraten ernst nehmen

fly.floh am 12. November 2009 um 14:50

Roland Koch, der hessische Ministerpraesident hat mal wieder ein Interview gegeben. Eigentlich wuerde ich sowas ja gar nicht erwaehnen, denn die Aussagen von Roland Koch sind in den seltensten Faellen irgendwie erwaehnenswert, diesmal wird er aber nach der Piratenpartei gefragt und das was er da sagt klingt alles andere als belaechelnd.

Roland Koch sagt, unter anderem folgendes:

Die Freiheit, alles benutzen zu dürfen, gegen die Freiheit, mein Eigentum schützen zu können.

Da wird das Thema copyright mal wieder schwarz-weiss gemalt, eigentlich haette man sich das denken koennen, Herr Koch ist schliesslich Meister im schwarz-weiss malen und hat in seinen Wahlkaempfen damit meist auch noch Erfolg. Es geht natuerlich nicht um die Freiheit “alles” benutzen zu duerfen. Wer das so formuliert blendet – bewusst oder unbewusst – den Zweck der Nutzung aus. Das wir private Kopien, auch ueber das Internet, weitgehend legalisieren wollen ist kein Geheimnis. Das ist auch, in Zeiten des Internets, anders gar nicht sinnvoll machbar. Natuerlich braucht es dazu geeignete Verguetungsmodelle fuer den Kuenstler, Anreize Kunst zu schaffen muss es in jeder Gesellschaft geben. Daran wird auch gerade gearbeitet, aber nur, weil es noch kein Modell gibt, das faire Verguetung regelt, muss man doch nicht dauernd hingehen und so tun als gaebe es nur das Eine oder das Andere. Ein Mittelweg muss – und kann – gefunden werden. Die CDU ist uebrigens erst dann im Internet angekommen, wenn sie das verstanden hat. Nicht wenn sich Roland Koch damit bruestet ein Internet-faehiges Handy zu besitzen.

Der Rest des Interviews ist das alte Lied von der CDU als Partei der Freiheit und andere inhaltslose, dafuer altbekannte, CDU-Floskeln.

“Tor auf!”

fly.floh am 9. November 2009 um 18:53

Wer mal sehen will, wie das war vor 20 Jahren kann sich ja mal die Tagesschau vom 09. November 1989 anschauen. Wie die Mauer dann wirklich fiel, kann man in diesem Video gut beobachten. Einen zweiten Teil davon gibt’s auch.

Wie der Fall der Mauer heute ausgesehen hätte, darüber philosophiert jemand in diesem Text.

Links der Woche

fly.floh am 6. November 2009 um 22:58

So die Woche schon wieder rum. Leider war keine Zeit fuer andere Artikel. Immerhin, die Links der Woche kommen gerade so puenktlich.

Bereits Anfang letzter Woche ist dieser schoene Kommentar zum Selbstverstaendnis einiger Wikipedianer erschienen. Schon wegen solcher Selbstueberschaetzungen wird ein Fork der Wikipedia immer konkreter diskutiert.

Naechstes Thema waren die “Blogger” und wie sie den Journalismus veraendern. Sehr lesenswerter Artikel.

Der Tagesspiegel hatte dann noch was zu dem ganzen Schweinegrippe-Hype, der da grade durch die klassischen Medien geht. Interessant ist an dem Artikel vorallem die These, dass der Schweinegrippe-Virenstrang gerade sehr viel gefaehrlichere Virenstraenge verdraengen koennte.

Die Zeit hat noch eine Analyse des Hornissenkoalitonsvertrages und kommt zu dem Schluss, dass da immernoch Angst vor dem Internet der Tenor ist. Sehe ich uebrigens auch so, die haben das diesmal nur besser verpackt. Wahrscheinlich hoffen unsere Herrschenden immernoch, dass sie solche Meldungen in Zukunft verhindern koennen. Projekte wie INDECT, an dem die Uni Wuppertal gerade forscht, sprechen eine aehnliche Sprache.

Unterdessen debattieren wir Piraten gerade, ob wir neue Themen brauchen. Auch wenn ich immer der Meinung war, dass wir zwangslaeufig irgendwann zur Vollprogramm-Partei werden, Diskussion ist wichtig und nuetzlich. Mal wieder kann ich hier auf einen Artikel von Aaron Koenig verlinken, der auch der Meinung ist wir brauchen mehr Themen. Ein Blick in die Liste der AGs der Piraten zeigt, dass das viele Piraten so sehen. Gefaellt mir persoenlich.

Die Piraten haben dank dem Lissabon Vertrag jetzt uebrigens zwei Vertreter im Europaparlament, bleibt zu hoffen, dass das Parlament ACTA zu verhindern weiss.