Quote of the Moment:
The general rule on about people on IRC seems to be "Attractive, single, mentally stable: choose two"
malaclypse
Piratenbanner

Aus vielen mach eins, PDFs zusammenhängen

fly.floh am 29. Oktober 2008 um 19:34

Manche Profs haben geben ihre Übungen in komischem Format raus. Ich habe dieses Semester einen, der stellt jede Seite als einzelnes PDF in’s Netz. Papiersparendes Drucken kaum möglich. Zum Glück gibt’s zumindest unter Linux kostenlose Abhilfe in Form von TeX. Wer LaTeX benutzt und TeX schon installiert hat kann auf der Konsole den Befehl texexec nutzen.

texexec --pdfarrange --result out.pdf in-1.pdf in-2.pdf ... in-n.pdf

TeX hängt die ganzen PDFs schön zusammen und schiebt sie alle in out.pdf. Wer jetzt für’s drucken noch ein Postscript draus braucht nimmt einfach

pdf2ps in.pdf out.ps

und hat das ganze als ps-File. Jetzt noch mehrere Seiten auf eine drucken, wir sind ja anspruchsvoll und wollen Papier sparen.

psnup -2 in.ps out.ps

gibt uns ein neues ps, auf dem jede seite mit zwei Seiten von in.ps gefüllt sind. Zum drucken jetzt ein einfaches

lpr in.ps

und nun heisst es auf den Drucker warten. Man kann natürlich Konsolenbefehle sparen, und die Pipe benutzen, aber so ist’s erstmal übersichtlicher.

Wir haben kein Geld für Bildung

fly.floh am 24. Oktober 2008 um 10:07

Seit ich denken kann wird in Deutschland über den Zustand des Bildungssystems gemeckert. Die Klassen sind zu groß, die Unis zu voll und die Lehrbücher zu alt. Unsere Abschlüsse werden schlechter und unser gutes Diplom wird zu allem Überfluss auch noch abgeschafft. Achja, die Lehrer sind auch noch doof und zu wenige sind es sowieso.

Leider ist es tatsächlich so, dass wir zu große Schulklassen haben, ein Lehrer muss sich inzwischen nicht nur mit seinen 32 teilweise stark demotivierten Schülern rumschlagen. Dazu kommen auch noch die Eltern, die natürlich nur das Beste für ihr Kind wollen. Die meisten Lehrer sind sicherlich nicht unfähig, aber wohl mit der schieren Anzahl der Schüler überfordert. Das wären die meisten Eltern mit 32 Kindern aber auch, viele kümmern sich ja nichtmal richtig um ihr eines Kind, aber das ist ein anderes Thema.

Als ich in die fünfte Klasse kam, bekam ich zum ersten Mal einen Erdkundeatlas in die Hand. Deutschland war zweigeteilt. Zumindest laut Atlas, und das sieben Jahre nach der Wiedervereinigung. Spricht glaube ich für sich selbst.

Plätze in der Uni sind so knapp, dass man, wenn man mal eine Veranstaltung für Erstsemester besucht, schnell in einen harten Kampf um die letzten Sitzplätze verwickelt wird. In späteren Semester gibt sich das dank Sieb-Prüfungen sehr schnell. Dank eines Studienplatzwechsels bin ich in den Genuss gekommen sowohl einen Bachelor-Studiengang als auch einen Diplom-Studiengang erleben zu dürfen. Man mag vom Bachelor halten was man will, mit Studium hat das nichts mehr zu tun. Willkommen zurück in der Schule.

Lange Rede, kurzer Sinn: Unser Bildungssystem ist marode. An den Unis gibt es Sparrunden über Sparrunden. An Schulen wird schon nach der vierten Klasse sortiert, wer da auf der Hauptschule landet verliert schnell alle Perspektiven.

Man muss also was tun und in der kapitalistisch angehauchten Gesellschaft in der wir nunmal Leben geht sowas meist mit Geld. Geld ist aber angeblich nicht vorhanden. Das nicht vorhandene Geld im Hinterkopf möchte ich zum Schluss kurz erwähnen, was die Deutsche Bundesregierung gerade zum Schutz der Banken vor der selbstverschuldeten Finanzkrise ausgibt: 400 Milliarden Euro oder nochmal als Zahl € 400000000000.

Kein Geld da also?

Schöne Web-Info-Welt

fly.floh am 22. Oktober 2008 um 18:10

Stefan Niggemeyer, seines Zeichens Mit-Herausgeber des BILDblog hat in seinem persönlichen Blog einen langen Artikel über den Zustand deutscher Print-Medien im Web geschrieben.

Trotzdem halte ich das nicht für die gefährlichste Entwicklung im Online-Journalismus. Denn diese Verleger, die das Medium Internet immer noch für das Medium der Zukunft und nicht der Gegenwart halten (wenn überhaupt), diese Verleger gefährden ja vor allem sich selbst. Es gibt aber eine Reaktion auf die geringen Einnahmemöglichkeiten im Internet, die den Journalismus an sich gefährdet.

Wenn wir im Internet weniger verdienen, geht die Logik ungefähr, können wir halt auch nur weniger
ausgeben. Wir sparen uns zum Beispiel einfach so überflüssige Dinge wie ein Korrektorat oder überhaupt das Gegenlesen von Artikeln. Und an der Stelle von Fachjournalisten beschäftigen wir günstige Allesproduzierer, die die einlaufenden Agenturmeldungen und Pressemitteilungen so einpflegen, dass es halbwegs okay ist.

Sehr lesenswerter Artikel, die Kritik und Angst ist meiner Meinung nach berechtigt. Leider hat auch Niggemeyer kein Rezept dafür wie sich mit ordentlichem Journalismus Geld im Internet verdienen lässt. Genau da wird auch das Problem der ganzen Lokalzeitschriften liegen. Sie wissen nicht wie sie das Geld auftreiben sollen, dass ordentlicher Journaĺismus nunmal kostet. Wenn die Portale der Konkurrenz kostenlos sind wird es schwer für das eigene Portal Geld zu verlangen. Mit Werbung allein kommen wir wieder zurück zur im Artikel kritisierten “Währung” Page-Impressions und an anderen Ideen mangelt es.

Strom

fly.floh am 21. Oktober 2008 um 20:12

Das neue Album der Toten Hosen kommt bald. Wird auch Zeit, immerhin sind vier Jahre vergangen seit dem letzten Studio-Album. Nun ist am 14.11. mit dem nächsten Exemplar zu rechnen. In Aller Stille, 13 Lieder sollen drauf sein. Strom, das Erste, wird als Single ausgekoppelt und ist noch bis Freitag auf der Webseite der Hosen kostenlos runterladbar. Klingt schonmal ganz gut. Für das erste Lied auf dem Album zumindest.

Telefonfirmen…

fly.floh am 19. Oktober 2008 um 20:33

Man sollte meinen Telefonfirmen wären besser in Kommunikation geschult. Immerhin ihr business ist doch Kommunikation. Da sollten Anfängerfehler eigentlich nicht mehr geschehen. Man sollte in einem Anschluss-Verfügbarkeits-Check nicht mal zufällig vergessen zu erwähnen, dass der Anschluss gar nicht verfügbar ist, sondern leider erst noch gelegt werden muss. Das dauert dann mal eben drei Monate. Hrmpf. Such ich mir dann wohl jemand kompetenteren. Zumal Alice ja nichtmal eine Woche nachdem ich Kunde geworden bin die Preise erhöht.

Da Vodafone allerdings so streng zwischen Festnetz und Mobilfunk unterscheidet ist das Wohl keine Alternative. Für mich ist da kein Unterschied: Es ist beides Vodafone und bietet beides schwachen Service und Verbrecher-Vertäge mit automatischer Verlängerung. Ich werde wohl nie Internet bekommen bei meinen hohen Standards.. :(

Happiness Land

fly.floh am 14. Oktober 2008 um 20:58

Der folgende Text ist inspiriert von einem nicht ganz so kleinen Park, mitten in Ulaanbaatar. Über dem Eingang des Parks steht in grossen Buchstaben “Happiness Land”. Hier gab es mal ein Riesenrad, einen See mit Tretbooten und eine kleine Achterbahn für kleine Kinder.

It was a strange day. There were no children’s voices, no laughter. Just strange honking noises coming from further away. The little mouse was slowly awakening. It sniffed around, did not quite notice what was wrong at first.Only when it left it’s home it saw the big park and suddenly realised the emptiness.
There were no children’s voices and no laughter. There were no children. Not one single boat with a child was floating the the waters of the big sea. The statues of the penguins were slowly shaken by the wind. No one was playing on them today.
The mouse was struck, it did not move. It suddenly felt alone, empty. This could not be! It ran over to the big wheel, right next to the monorail. From far away still, it could see, nothing was moving. The wind was moving the wheel a little, but there were no children. No children with ice cream, no children begging their parents for just one more ride. There was no more ride. No children. What had happened?
The wheeel screeched in the wind, it was already begining to corrode, to die.
A sign had been left at the entrance to the operator’s cabin, it was just as if everyone had run away. Run away for good. The little mouse checked out the monorail, but no one was riding that either. The cars were just standing there, as they had been left the evening before. The mouse didn’t even bother to visit the carousel. It just went for the entrance, ran over empty grass. With picknick tables, without children.
The entrance to Happiness Land did not give answers, just the sad sight of one small girl crying in front of the closed gates.

Ruhe

fly.floh am 13. Oktober 2008 um 22:31

Da bin ich nun aus China wieder da und schon herrscht hier wieder Ruhe. Es bleiben dafür nicht allzu viele Gründe. Zum einen habe ich im Moment noch kein Internet in meinem neuen Zuhause. Abhilfe ist heute dank nicht vorhandener Vodafone-Kulanz erstmal ein wenig in die Ferne gerückt. Da wollte ich meinen billigen Studententarif in einen von diesen neuen teuren Festnetz-Dingern umschreiben lassen und denen noch mehr Geld in den Rachen werfen und bekomme von dem netten Vodafone-Verkäufer freundlich mitgeteilt, dass Festnetz und Mobilfunk was komplett verschiedenes sind und das deswegen nicht geht. Nunja, dann lasse ich mein Geld halt bei der Konkurrenz.

Weiter im Text, mein Laptop geht wieder, yeay. Wird aber keinen von euch wirklich interessieren. Die China-Fotos sind immernoch in der Bearbeitung, da gibt’s aber sicherlich Ende der Woche mal ein paar hier. Auch wenn diese Woche wieder Uni ist. Noch mehr Zeit verschwende ich neben Wohnung einrichten jetzt bei Flickr. Schicke, aber schon etwas ältere Fotos gibt’s da zu bewundern und auch gerne zu kommentieren.

Home Sweet Home

fly.floh am 5. Oktober 2008 um 22:27

Eine Woche Zuhause. Nun sitzt man also da, mit all den Eindrücken. Mit deutschem Tastaturlazyout, 8GB Fotos. Man sitzt da und beginnt damit 6 Wochen andere Welt zu verarbeiten. 6 Wochen in einer Welt, die kaum jemand um einen herum verstehen wird. 6 Wochen, die fast niemand im persönlichen Umfeld verstehen kann.

Anyways: Die letyzten Tage in Hongkong haben wir uns also Kowloon angeschaut, mit dem Lady’s Market und Hongkong Island mit dem Victoria Peak, auf dem wir einen ganzen Nachmittag verbracht haben. Endlich mal ein wenig Ruhe. Ein Trip zum Airport sichert mir danach auch den Heimflug, der übrigens im Gegensatz zum Hinweg erholsam ereignislos verläuft. Diesmal gibt’s auch den freundlichen Abholdienst am Flughafen. :)

Hongkong ist im Grunde genommen London ähnlicher als jeder anderen Stadt. Linksverkehr ist der auffälligste englische Einfluss. Hongkong ist ansonsten Melting Pot (nicht zu verwechseln mit Hotpot) pur. Im Hostel tummeln sich Amerikaner, Jamaikaner und Afrikaner und die Meisten wollen nur eins: Business. Allerdings wird eindeutig mehr geredet als gehandelt und so bleiben die Leute auch mal eben ein halbes Jahr im Hostel. Trotz der teilweise sehr komischen Gesellschaft lassen wir uns das Bier schmecken und hören ein wenig zu. Billige reparierte iPhones wollen wir trotzdem nicht kaufen.

So endete mein China-Trip dann letzte Woche mit 8kg zu viel Gepäck und einem Haufen Erfahrungen und Eindrücken. Die Bilder werden hier nach und nach auch noch präsentiert, ich bin im Moment am konvertieren.