Quote of the Moment:
Dream as if you'll live forever, live as if you'll die today.
James Dean
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Tod eines Studentenclubs

fly.floh am 29. April 2008 um 13:46

CountDown LogoEs ist Dienstag, 18.30Uhr. Zumindest in der kleinen Geschichte die ich gleich erzählen werde. Das Heute gerade wirklich Dienstag ist, ist reiner Zufall. Zufällig sind auch sämtliche Ähnlichkeiten zu real existierenden Personen, nur die Ähnlichkeiten zu nicht-real-existierenden Personen sind volle Absicht.

Anyways: Zurück zum Thema, es ist also Dienstag etwa halb 7 Abends. Ich komme gerade aus der Uni, koche mir schnell noch was zu essen, bevor ich schon wieder weiter muss. Nach neun Stunden Uni stelle ich mich Dienstags noch etwa 5 Stunden hinter die Bar des CountDown. Das CountDown ist einer der vielen Dresdner Stundentenclubs. Normalerweise, macht das recht viel Spaß, man steht also hinter der Bar, verkauft Bier und andere Grundnahrungsmittel in großen Massen und sieht Studenten beim Feiern zu. Normalerweise. Doch seit ein paar Monaten hat das CountDown ein Problem, eines mit drei Buchstaben.

Der Bewohner oben-drüber beschwert sich in schöner Regelmäßigkeit über den Lärm, selbst wenn kein Lärm da war. Nur um der Regelmäßigkeit willen quasi. Wär ja sonst auch langweilig. Inzwischen gehen die Verleumdungen dieses Bewohners soweit, dass er uns eine Geschichte erzählt und dem Vermieter eine ganz andere. Der Vermieter verbietet uns seit neustem die Fremdnutzungen an Wochenenden, die einen nicht zu unterschätzenden Teil unseres Umsatzes ausmachen. So entwickelt sich unser kleines, drei-buchstabiges Problem zur ausgewachsenen Existenzbedrohung.

Dresden rühmt sich mit seiner ausgeprägten Studentenclub-Landschaft. Die vielen Studentenclubs sind definitiv eine Einrichtung, die das Studieren hier sehr viel angenehmer machen als anderswo. Im Vergleich mit Dresden ist z.B. Darmstadt an Wochenenden klinisch tot. Die Dresdner Studenten fahren am Wochenende nicht in Massen nach Hause, viele bleiben und bringen Leben in Dresdens Nächte.

Es ist schade, dass ehrenamtlich betriebene Einrichtungen, wie Studentenclubs, nun durch immer stressigere Studiengänge und Abschlüsse immer mehr kaputt gehen. Wenn nun noch vollkommenes Unverständniss der Studentenwerke dazu kommt können wir den Betrieb des Clubs gleich ganz einstampfen. Es bleibt dann allerdings die Frage ob nicht eine ganze Menge weniger Studenten nach Dresden kommen, schließlich gehört zum Student sein nicht nur das Studieren, sondern auch die Ablenkung und der Ausgleich.

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fly.floh am 25. April 2008 um 14:45

Wie man eine Brücke baut IV

fly.floh am 24. April 2008 um 23:59

Es ist mal wieder soweit, der Monat neigt sich dem Ende und auf der Baustelle der Waldschlößchen-Brücke hat sich ein bisschen was getan.

Da das Wordpress-Plugin, welches meine Gallery und mein Blog verbindet gerade nicht funktioniert, kann ich euch heute aber nur den Link zu den Bildern geben.

Update: Die Gallery gibt es inzwischen nicht mehr. Die Bilder sind nun in meinem Flickr Account.

Getting stuff done

fly.floh am 22. April 2008 um 23:03

Manchmal gibt es Tage an denen weiß man vor lauter Aufgaben gar nicht wo man anfangen soll. Die meisten Menschen verfügen zudem auch nur über sehr begrenzte Multi-Tasking-Fähigkeiten und müssen eine Aufgabe nach der anderen erledigen. Immer wenn man wirklich viel zu tun hat hat man also im Prinzip zwei Möglichkeiten:

  1. Man verfällt in Panik
  2. Man versucht das Chaos in den Griff zu bekommen und strukturiert eine Aufgabe nach den anderen zu erledigen

Okay, ich meine viel zu tun. Option 1 werde ich aus offensichtlichen Gründen einfach mal ignorieren und mich Option 2 zuwenden.

Schritt eins: Struktur. Wie bekommt man 10.000 Milliarden Aufgaben strukturiert? Die meisten Menschen greifen dabei denke ich mal, wie ich auch, zur To-Do-Liste. Wuhu, endlich mal was wo ich wie die meisten Menschen bin. :-P

Anyways: Man schreibt also alle seine Aufgaben möglichst kleinschrittig auf einen (elektronischen?) Zettel und hangelt sich von oben nach unten oder von unten nach oben durch. Doch die meisten To-Do-Listen sind nicht wirklich statische Listen die einmal erstellt und dann abgearbeitet werden, ganz im Gegenteil. Der Lebenszyklus der meisten Listen ist deutlich länger. Aufgaben kommen und gehen.

Mein Problem mit To-Do-Listen ist nicht, dass ich die Aufgaben die auf der Liste stehen nicht abarbeite, sondern, dass ich die Listen meist recht schlampig führe. Man hat hier oder da mal die Liste nicht zur Hand und schreibt eine Aufgabe irgendwo anders hin, und schwupp, aus den Augen aus dem Sinn. Ich habe die äußerst schlechte Angewohnheit Aufgaben die nicht auf der Liste stehen sträflichst zu vernachlässigen. Das Problem an To-Do-Listen ist einfach, dass es nur sehr schwer möglich ist eine einzige zentrale Liste zu führen. Zumindest für mich.

Aber wie ist das mit euch? Bekommt ihr das hin? Habt ihr irgendwelche Tricks? Geht ihr das Problem vielleicht ganz anders an? Oder seid ihr einfach nicht so vergesslich und zerstreut wie ich? ;)

Smile, Baby

fly.floh am 19. April 2008 um 13:34

Skinny Elephants

fly.floh am 17. April 2008 um 14:05

Eigentlich kommt es ja nicht vor, dass Linux mal komplett abstürzt. Zumindest nicht so komplett wie Windows das mit dem Blue-Screen-Of-Death ganz gerne mal tut. Einmal in ca. zwei Milliarden Jahren friert aber auch Linux mal ein. Wenn das geschieht greift der geübte Windows-Benutzer schnell zum Reset-Knopf und hofft das Windows wieder bootet. Ganz anders der Linux-Benutzer: Zunächst kann man versuchen mit Strg+Alt+Backspace die GUI (bspw. KDE oder Gnome) neu zu starten. Vorsicht, hierbei werden alle GUI-Programme (bspw. Pidgin oder Firefox) auch neu gestartet. Wenn auch das nicht geht helfen nur noch Elefanten. Elefanten?

Skinny Elephants, benannt nach einem Merksatz: Raising Skinny Elephants Is Utterly Boring

  • Alt+Druck+r
  • Alt+Druck+s
  • Alt+Druck+e
  • Alt+Druck+i
  • Alt+Druck+u
  • Alt+Druck+b

Diese Tastenkombinationen sollte man nacheinander ausführen um möglichst keine Arbeit zu verlieren. Nach Möglichkeit sollte man zwischen zwei Befehlen ein wenig Zeit vergehen lassen.

r versetzt die Tastatur in Raw Mode. s synchronisiert Festplatten und Dateisystem. e beendet alle Prozesse, die noch normal laufen. i beendet alle abgestürzten Prozesse. u hängt sämtliche Dateisysteme read-only ein und b startet am Ende das System neu.

Hinweis: Für diese Methode muss die sysrq-Taste im Kernel aktiviert sein. Der Konsolen-Befehl ‘ls /proc/sys/kernel/sysrq’ zeigt ob die Taste aktiviert ist.

P.S. Dies ist nur eine Übersetzung dieses englischen Artikels.

Where do YOU want to go today?

fly.floh am 16. April 2008 um 11:28

Wer kennt es nicht, das uralte Geplänkel zwischen Linux-Nerds und Windows-Nutzern? “Linux ist viel besser” steht gegen: “Das kann ich nicht benutzen, das ist zu kompliziert”.

Beides Aussagen ohne viel Gehalt. Windows hat sicherlich seine Daseins-Berechtigung, Millionen von Menschen arbeiten tagtäglich damit und inzwischen ist das Betriebssystem sogar einigermaßen stabil. Microsoft hat aber in zunehmendem Maße ein großes Problem mit Windows: Die Abwärtskompatiblität. Es gibt haufenweise Anwendungen die irgendwann mal irgendein Programmierer für Windows 95 programmiert hat, die auch heute noch laufen müssen. Vista wird am Markt unter anderem so schlecht angenommen, “weil meine ganzen Programme ja nicht mehr laufen”. Der Zwang die Kompatiblität zu alten Versionen zu halten ist ein Problem, weil er echte Innovationen und Änderungen am Kern vom Betriebssystem sehr effektiv verhindert. Am Ende wird dieser Zwang dahin führen, dass nur noch oberflächliche Korrekturen möglich sind.

Microsofts Strategie alle 5-10 Jahre den Benutzer mit Innovationen zu überschwemmen geht auch nicht so richtig auf. Das Resultat sind unzufriedene und überforderte Anwender, die sich immer mehr nach Alternativen umsehen.

Auf der anderen Seite steht die Linux-Welt. Technische Probleme sind hier eher weniger vorhanden. Das Hauptproblem für Linux ist, meiner bescheidenen Meinung nach, fehlendes Marketing. Linux wird immernoch vom, seit ca. 10 Jahren veralteten, Image des komplizierten Betriebssystems verfolgt. Ein Linux-Installation ist heutzutage einfacher als das Installieren von Windows. Die meiste Standard-Software ist “out of the box” dabei und der Rest lässt sich in 95% der Fälle mit ein oder zwei Klicks installieren. Software-Updates werden zentral und einfach verwaltet, ein Service, der in der Windows-Welt immernoch Fremdwort ist. Warum, also wird Linux das Nerd-Image nicht los? Hauptgrund: Linux an sich ist nicht kommerziell, die meisten Linux-Distributionen, wie Ubuntu, Debian oder OpenSUSE, kosten in der Anschaffung kein Geld. Die Hersteller verdienen Geld mit Support für die Software, nicht mit dem eigentlichen Verkauf. Es gibt kaum Werbung für Linux. Auch Druck auf große PC-Hersteller wie Dell können die Hersteller der Linux-Distributionen nicht ausüben. Microsoft mit seinen, durch Windows und Office verdienten Milliarden, kann sich sowas erlauben. In der gegenwärtigen Lage muss Microsoft sich das sogar erlauben um Konkurrenzfähig zu bleiben, denn sobald beim Anwender der Eindruck entsteht Windows würde etwas kosten, werden die Absatzzahlen noch steiler sinken als sie das sowieso schon tun.

Wenn man die Dritthersteller-Software erstmal raus lässt und nur die Pakete betrachtet, die der Anwender im Allgemeinen als Betriebssystem sieht (bei Linux also eine Distribution wie Ubuntu, bei Windows also der Inhalt der Vista-DVD) ist das Linux-Paket einfacher zu benutzen und dazu noch technisch überlegen. Microsoft muss also irgendwie mithalten. Auf Dauer wird das nur durch eine neue Windows-Architektur gehen, Apple hat vor Jahren mit Mac OS X vorgemacht, wie man einen kompletten Betriebssystemkern wechselt. MS muss nun einen ähnlichen Weg gehen. Die lange und am Ende eher erfolgsfreie Entwicklungsgeschichte von Vista zeigt, dass Windows nur noch begrenzt erweiterbar ist, für echte Innovationen muss etwas neues her. Probleme wie Abwärtskompatiblität könnte man mit Hilfe von Techniken wie Virtualisierung herstellen, die dazu nötige Rechenpower ist inzwischen ausreichend verfügbar. Dann endlich wäre Platz für ein wirklich stabiles (und durchdachtes) Windows.

Bis dahin bleibt Linux die besser Wahl, auch auf dem Desktop. Einzige gültige Ausnahme bleiben nach-wie-vor: Kommerzielle Spiele.

Workload(t) = 1/(Time/day -stuff_to_do())

fly.floh am 15. April 2008 um 16:00

So, das Semester hat vor einer Woche wieder begonnen und ich merke, dass ich weniger schreibe. Das hängt eigentlich nicht damit zusammen, dass es weniger zu schreiben gibt. Uni-Leben kann sehr interessant sein, wie heute z.B. als ausgerechnet in der “Softwaretechnologie II” Vorlesung kaputte Software dafür sorgt, dass die Vorlesung im Raum darüber auch bei uns zu hören ist. Klang ein wenig nach BWL oder VWL oder solchem Kram. Natürlich hat auch mal wieder Murphy zugeschlagen und lässt meine “Grundlagen der Theoretischen Informatik” Übung ausfallen. Die Übung ist nicht in dem Raum, in dem sie sein soll. Als ich aber auf die Einschreibungs-Webseite gehen will ist diese kaputt. Technik die begeistert…

Und so surfe ich im FSR-Büro durch’s Web, beantworte die eine oder andere Frage und lese wenigstens fachbezogenen Krimskrams. Okay, ich geb’s ja zu: Ich schaue mir lustige Bildchen an. Natürlich stoße ich auch auf einen ganzen Haufen Links, die ich mir Zuhause nochmal anschauen müsste, wenn ich Zeit habe was an meinen Webseiten zu machen. Das Problem dabei: Wann hat man denn schon Zeit? Man muss ja studieren, ein wenig Geld verdienen. Praktikas machen sich auch nicht von alleine. Der Rest der Zeit füllt sich natürlich mit Sport und als Ausgleich muss der werdende Geek natürlich noch Bücher lesen. Schlaf? Mehr als 6 Stunden sind sowieso Luxus. Vielleich sollte doch endlich mal jemand den 48 Stunden Tag erfinden, dann endlich hätte ich Zeit mir Wege auszudenken, wie man 2433 E-Mails beantwortet.

125ccm

fly.floh am 12. April 2008 um 20:10

Es ist kühl, windstill. Unangenehm. Egal, eine dicke Hosen schützt dich. Deine Füße werden von den schweren Stiefeln gewärmt. Eine Jacke schützt den Rest. Eisiger Fahrtwind dringt an die Handschuhe, die Hände kühlen aus, jede Bewegung strengt an. Egal, weiter. Viele Bewegungen sind es sowieso nicht. Der silberne Helm hebt sich deutlich vom Schwarz des restlichen Outfits ab. 120km/h, die enge Waldstraße verkommt zu einem dünnen Schlauch. Das 60-Schild fliegt regelrecht vorbei, eine Kurve naht.

Die Kurve kommt näher – 100. 80. Das rechte Knie scheint für einen Moment den Asphalt streifen zu wollen. 90. Der Gaszug zurück am Anschlag. 110. Der Zylinder tut sein Bestes. 15PS am absoluten Limit. 120. Ein Auto taucht auf. 100. 80. Das Auto kommt immernoch näher, bremst vor der nächsten Kurve gar noch. 55. Kann der nicht schneller fahren? 60. Da! Eine Lücke im Gegenverkehr, vierter Gang, dritter. Vollgas. 75. Wieder einscheren. 90. Weiter geht der wilde Ritt, eine Kreuzung kündigt sich an.

Links oder Rechts? Egal. Der Weg ist das Ziel. Hauptsache wenig Platz, viele Kurven und keine Autos. Die andere Straße ist groß, voll, zu gerade. Egal, weiter, links. Hier sind die Autos schneller aber nur für den Moment bis zur nächsten Kurve, mehr als 130 sind aus 15PS nicht zu holen. Die Kurve kommt, du hängst der dicken S-Klasse, die dich gerade noch so mühelos überholt hat, im Kofferraum.

Nächste Kreuzung, nächste Straße, wieder kleiner, kaum Autos. Adrenalin durchflutet deinen Körper, mehr Gas, mehr Drehzahl, das Knie schleift schon wieder scheinbar am Boden, egal, du willst mehr! Bergab, gerade Strecke 120, weit hinten taucht eine Kurve auf. 130. Die Kurve kommt näher, du hast Platz. 135. Da geht noch was. 140, eine Fehlzündung erschüttert den Wald um dich herum. 142, die Kurve rast auf dich zu. 145…

An Tagen wie diesen

fly.floh am 10. April 2008 um 21:58

Es gibt Tage an denen wollen einem die Profs mit aller Macht zeigen wie langweilig die Informatik doch sein kann. Zumindest scheint es so. Zumindest sitz’ ich heute in meiner letzten Vorlesung, nunja manche Menschen sprechen langsam. Stellt euch jemanden vor der in Zeitlupe versucht euch etwas zu erklären. Der Prof hat ungefähr halb so schnell gesprochen… In solchen Fällen hat man also zwei Möglichkeiten: Entweder man versucht mit aller Macht den Laptop im Rucksack zu lassen, nur um etwa 10 Minuten später den Kampf gegen den Schlaf zu verlieren. Die andere Variante wäre den Laptop auszupacken und das Uni-Netz zu bevölkern.

Man liest also die verschiedensten (technikorientierten) Nachrichtenseiten durch, inzwischen sind 45 Minuten vergangen und man wundert sich nebenbei ob der Prof die letzten 45 Minuten auch damit zubringen will die Gliederung, die nun schon etwa 35 Minuten auf dem Polylux (Overhead) liegt, vorzulesen. Ich für meinen Teil kenne sie inzwischen auswendig. Nunja zurück zu den Nachrichtenseiten. Nachdem also heise und Golem gelesen sind, geht es zu den weniger seriösen Seiten wie Digg, bash und german-bash. Man surft also nichts-ahnend und vollkommen unpolitisch umher und versucht mit aller Kraft nicht alle 2 Minuten auf die Uhr zu schauen. Das Leben kann so langweilig sein… Zum Schluss, inzwischen gesellt sich zur Langweile noch der Hunger, stößt man dann bei german-bash noch auf ein Zitat, welches ich hier nicht vorenthalten möchte:

<Yak> Das Wort “Würde” kennen manche Menschen nur noch als Konjunktiv II in dem Satz: “Für Geld würde ich alles machen.”

Übrigens an Tagen wie diesen auch empfehlenswert: