Die Zukunft Amerikas
fly.floh am 5. März 2008 um 17:19Die Republikaner haben John McCain zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gemacht. Nachdem er gestern alle vier Vorwahlen gewonnen hat, besitzt er nun die erforderliche Mehrheit Kandidat zu werden. Bei den verbliebenen Republikanischen Alternativen sogar fast verständlich, schließlich war die Wahl zwischen Mike Huckabee (Ex-Pastor), Ron Paul (Ex-KKK-Mitglied) und eben John McCain. Und doch, ein US-Präsident namens John McCain würde den Untergang dieses Landes besiegeln, schließlich würde McCain am liebsten noch hundert Jahre im Irak bleiben (natürlich nicht er selbst…). Der 72-jährige scheint auch definitiv im Kalten Krieg stecken geblieben zu sein, er möchte Rußland aus der G8 verbannen und dafür z.B. Indien aufnehmen. Es scheint als komme für diesen Mann alles Übel aus Moskau, und das Übel was nicht aus Moskau kommt, kommt eben aus dem Nahen Osten.
Auf der Gegenseite haben sich die Demokraten noch immer nicht eindeutig zwischen BHillary Clinton und Barack Obama entschieden. Nachdem Obama 11 Vorwahlen in Folge gewonnen hatte konnte Hillary gestern ein großartiges Comeback feiern und drei der vier Vorwahlen knapp für sich entscheiden. Die Dame kämpfte mit allen Mitteln, die sie zur Verfügung hatte, unter anderem sagte sie, dass John McCain ein besserer US-Präsident wäre als ihr Parteikollege Barack Obama.
Hillary wäre eine genauso schlechte Präsidentin wie McCain, schließlich hat auch sie für den Irak-Krieg gestimmt, sie hat die Steuerreformen von George Bush mitgetragen und sie hat sich für einen Iran-Krieg ausgesprochen.
Es mag sein, dass Barack Obama all talk but no action ist, seine Botschaft ist Hoffnung, das passt im Allgemeinen eher auf Propheten als auf Politiker, Fakt aber ist: Man weiß es nicht. Im Gegensatz zu Clinton und McCain ist Obama neu im Geschäft, aber genau das macht ihn meiner Meinung nach zur besten Wahl, im Gegensatz zu Clinton und McCain hat er bisher noch nicht gelogen und er hat vorallem im Gegensatz zu Clinton bisher einen sehr sauberen Wahlkampf geführt. Barack Obama gehört nicht zum politischen Establishment von Washington und könnte in den USA einen Wandel einleiten, bei der gegebenen Konkurrenz macht ihn das zum derzeit besten Kandidaten.


