Quote of the Moment:
An invasion of armies can be resisted, but not an idea whose time has come.
Piratenbanner

To be back again

fly.floh am 7. November 2006 um 22:11
Von der Küste weg folgten wir nun der Straße direkt nach Portland, unterwegs mussten wir natürlich noch ein paar Dosen los werden, also schnell bei Albertson’s angehalten und nach dreimal nachfragen die alu can recycling-Stelle gefunden, im Gegenzug haben wir ein paar Schrimps (”Buy One Get Two Free”) mitgenommen und für Frühstück gesorgt. In Portland angekommen mussten wir den “neuen” Deutschen erstmal erklären wer wir sind. Keanan konnte sich wundersamerweise noch an uns erinnern und hielt uns nicht für TV-Charaktere. Kurze Zeit später kam auch Kofi vorbei, der gerade im Stress war weil er sich vor 15 Minuten mit Aida treffen wollte, freundlich wie ich bin habe ich ihm natürlich einen “ride” angeboten, Christian musste aber fahren. Auf dem Weg hat Kofi uns dann angeboten ihn und Aida zu begleiten, was wir dankend annahmen. In einem kleinen Seitenstraßen-Club erwartete uns dann ghanaische Musik mit Show und Tanz. Ein sehr cooles Erlebnis kann ich dazu nur sagen, ich war allerdings an diesem abend etwas platt und so ging ich mit Kofi schon ca. halb 1 heim, während Christian noch blieb. Der Heimweg war ein für Amerikaner untypischer Fußmarsch, von Northeast Portland nach Southwest. Wir folgten zunächst der Burnside St, über die Burnside Bridge, um von NE nach NW zu kommen. Auf der östlichen Rampe der Brücke mussten wir den Fußweg verlassen, dieser war von Obdachlosen belegt, die hier die Nacht verbringen mussten.Im Appartment hat mir Kofi noch eine Decke und eine Matraze organisiert (mein Zeug war noch im Auto, und Christian noch nicht vom tanzen zurück) und ich schlief wiedermal im Appartment, der Round-Trip war vorbei. :( Christian verbrachte die Nacht im Auto und wurde am nächsten Morgen von mir geweckt, kurz bevor es Zeit war umzuparken. Spontan entschieden wir uns auf das Angebot von Adam und Christie zurück zu kommen und riefen sie an. So verbrachten wir einen sehr coolen Nachmittag mit den beiden in einem Park im nordöstlichen Portland, ein Stück weit draußen. Abends war Party im Südosten mit noch mehr Deutschen. Hier konnte man beobachten wie Deutsche und Amerikaner feiern, nach Mitternacht waren nämlich, bis auf ganz wenige Ausnahmen, fast keine Amis mehr da. Die Erinnerung an die Party selbst ist etwas “löchrig”, obwohl ich mir gar nicht vorstellen kann warum… Christian kann dazu bestimmt mehr sagen. ;) [C: na verdammt, irgendeiner musste ja fahren und wenn man der einzige nüchterne auf 'ner Party ist ist das echt nicht so der Bringer...]Morgens kam erstmal der Mann mit dem Hammer, und traf natürlich wie immer genau meinen Kopf. Später widmeten Christian und ich uns einer unsere Lieblingsbeschäftigungen: shoppen. Ausnahmsweise mal keine Klamotten, das kommt erst in ein paar Tagen….

Und für den Abend hatten uns Adam & Christie zu einer Band eingeladen. “Excellent Gentlemen”, Adam beschrieb es mit dem Worten “it’s a Neo-Soul kind of thing”, ich würde einfach sagen “sehr geil, da geht so einiges.” Da Adam und Christie mit der Band befreundet waren, genehmigten wir uns nach dem Gig noch das eine oder andere Bier mit der Band. Ich bekam freundlicherweise von einem Bandmitglied eines ausgegeben. :) Unter 21 sein hat auch seine Vorzüge.

Nachdem wir bei Adam und Christie übernachtet hatten erledigten wir am nächsten Tag ein paar Dinge die noch auf der Liste standen und kauften neues Bier für Adams Geburtstagsparty am Abend. Zur Party gab’s eine sehr, sehr, sehr, sehr leckere Torte von Christie, davor allerdings zwei verschiedene Arten von Lasagne von zwei exzellenten Gentlemen. [C: nicht das ihr das jetzt missversteht, die Lasagne war einfach mal hammergeil!!!] Anschließend noch leckere Brownies, auch von einem exzellenten Gentlemen. Außerdem haben wir alle noch Adam’s neustes Michael Jackson Video (irgendsoein Best Of, hat wohl 50ct gekostet) genossen. Sehr witzig, vorallem da ich die Hälfte nicht kannte.

Wieder ein Tag weniger, es waren jetzt nur noch ganz wenige…. Da muss man die restlichen Tage doch nutzen, und was ist da besser geeingnet als ein “kleiner” Einkauf bei Ross?

Die Zahl in $$$ darf ich gar nicht sagen, nur soviel: Haufenweise Jeans, Christian hat ‘ne Levi’s für $15 abgestaubt. :) Als die vier Tüten am Ende voll waren, standen wir vor dem Problem, dass wir den Poker-Koffer kaum noch tragen konnten, aber irgendwie haben wir das ganze Zeugs dann doch noch in’s Appartement bekommen. Der Tag war dann aber auch schon wieder vorbei.

Der nächste Tag ging fast komplett für weitere Besorgungen und Erledigungen drauf. Am Abend ging dann das Packen los, es wurde langsam wieder ernst. :( Ganz nebenbei haben wir “zufällig” rausgefunden, dass Christians Flug schon am nächsten Abend ging, also hieß es sich beeilen… Zum Glück hatte Christian eine neue Tasche gekauft und so passten unsere ganzen Klamotten sogar alle irgendwie irgendwo rein. :D

Den letzten Tag verbrachten wir nochmal mit Adam und Christie und wanderten mit ihnen durch einen von Portland’s Parks, bevor wir uns von ihnen verabschieden mussten. Nachdem ich das Auto an seinem finalen Platz abgestellt hatte, brachte ich Christian zum Flughafen. Nun war ich allein, mein letzter Abend in diesen geilen zwei Monaten. Ich verbrachte ihn damit, Keanan zu einem sinnvollen Leben zu überreden, wirklich erfolgreich war ich wahrscheinlich nicht… Ganz nebenbei hab ich bei Fred Meyer’s noch ein paar Kaugummis gekauft und das letzte Geld in Cherry Vanilla Coke investiert. :)

Nach ein paar Vodka-Cola war der Abend dann auch gelaufen und ich musste wohl oder übel auch den Weg zum Flughafen antreten. :(

time flies

fly.floh am 1. November 2006 um 00:15
Jaja wie die Zeit vergeht, eben war man noch im schönen San Francisco und jetzt findet man sich schon beim packen wieder. Aber von vorne, schließlich wollt ihr ja wahrscheinlich nix verpassen.

Wir haben also nach dem sehr amüsanten Auto-Scooter den Freizeitpark verlasssen und uns Richtung Downtown San Francisco aufgemacht. Zunächst haben wir noch nach einem schönen Hostel in der Preisklasse von dem in Los Angeles gesucht, doch wir mussten schnell feststellen, dass das aussichtslos ist. Also haben wir das Auto einfach neben einem sehr schönen Park in eine Villengegend gestellt und dieses als Hotel genutzt.

Die Nacht war relativ kurz aber am nächsten Tag war aufstehen für Downtown San Francisco angesagt. Und ich hatte aus zuverläsiiger Quelle von einem riiiieeeeesigen Levi’s Store in der Market Street erfahren.. Als erstes mussten wir aber ca. 2 Meilen nach Osten laufen um überhaupt nach Downtown zu kommen, auf dem Weg kamen wir am sehr interessanten und vorallem kostenlosen Cable-Car-Museum vorbei. Hier gab es tonnenweise Infos zur Funktionsweise und Geschichte der berühmten Cable-Cars. Die Cable-Cars selbst fahren heutzutage allerdings als (teure) Touristenattraktion und sind mit 9,5mph (ca. 15km/h) auch nicht besonders schnell. Nachdem wir nun alles gelesen und abgespeichert hatten bewegten wir uns weiter Richtung China. Natürlich nicht das echte China, vielmehr die größte chinesische Siedlung außerhalb Chinas. Chinatown San Francisco. Dort angelangt fällt vorallem eines auf: Viele kleine Menschen. Und ich meine sehr viele. Die Schlange an der Bäckerei musste zumindest jeden früheren DDR-Bürger an alte Zeiten zurück denken lassen. Nachdem wir uns im vietnamesischen Restaurant um die Ecke gestärkt hatten kauften wir noch ein paar chinesische Schalen (Hey, nur 50ct das Stück :D ) und verließen Chinatown auch schon wieder durch das Dragon-Gate. Der Weg von Chinatown zur Market Street führte uns an der weithin sichtbaren Skyline vorbei direkt zum Levi’s Store. Dieser war uns aber zu teuer (teuerste Jeans: $575) und so verschwendeten wir nur wenig Zeit darin. Das taten wir viel lieber auf dem belebten Union Square, ein mittelgroßer Platz direkt nebenan, also mitten in der Innenstadt. Der Union Square ist umgeben von Filialen aller großer Kaufhausketten und entsprechend belebt. Hier spielt mal eben kostenlos eine Band, währrend Amerikaner den Tag in der Sonne genießen. Sonnentage sind im S.F. Übrigens eher selten, meistens soll es hier neblig sein. Außer an den Abenden hatten wir aber keinen. Nach ausgiebiger Pause am Union Square besichtigten wir den Gift Shop des Comic-Museums (das Museum selbst war leider schon geschlossen) und das SFMOMA. Das was? Das San Francisco Museum Of Modern Art, hier gibt es Abends die letzte halbe Stunde freien Eintritt und wir dachten Kultur kann uns nicht schaden. Es gab allerhand komische Bilder und Skulpturen zu sehen, die teilweise aber auch sehr interessant waren. Außerdem ein Design-Motorrad (haben!), ein paar Fahrräder und sehr schöne Architektur-Entwürfe. Nach dem SFMOMA machten wir uns auf den 3-4 Meilen langen Heimweg durch den berüchtigten SoMa-Teil von S.F. SoMa steht für South of Market und ist eine sehr arme Region der Stadt. Wie in allen Amerikanischen Großstädten gibt es hier viele Obdachlose und Bettler. Je mehr wir uns Japan-Town näherten besserte sich das aber wieder und schon bald waren wir wohlbehalten am Auto angekommen.

Für den zweiten und letzten Tag in S.F. hatten wir uns eigentlich den Scenic Drive vorgenommen, doch Christian brauchte morgens erstmal ein wenig Training. Danach starteten wir dann tatsächlich Richtung Scenic Drive, legten aber schon nach wenigen Minuten eine Fotopause für die Golden Gate Bridge und das Exploratorium ein. Da jeder die Golden Gate Bridge kennt, erzähl ich einfach mal was zum Exploratorium: Eigentlich ist es auch nur ein Wissenschaftsmuseum wie das was wir bereits in L.A. besucht haben, der Witz ist aber das es sich in einem Gebäude befindet, was römisch gebaut ist. Halt mit Säulen undso, naja man mag davon halten was man will, ich persönlich fand es leicht kitschig.

Wie auch immer, wir sind den Scenic Drive dann etwas weiter runter gefahren und haben dann auf der Suche nach einer Alcatraz-Tour unser Auto wieder geparkt und sind den Hafen entlang gelaufen. Hier gibt es eineMenge zu sehen, zunächst stechen haufenweise Touren für haufenweise Touristen ins Auge. Ein zum ?ganzjährigen Rummel? umfunktionierter Pier ist auch sehr sehenswert, genauso wie die Seelöwen-Kolonie die sich nebenan angesiedelt hat. Es hat eben nicht nur Nachteile wenn hunderte Restaurants ihre Reste einfach aus dem Küchenfenster ins Meer kippen. Hauptsache man füttert die Seelöwen nicht! Das Hard Rock Cafe ist das Selbe wie in Barcelona und hat außer unverschämten Preisen herzlich wenig zu bieten. Da Christian die Alcatraz-Tour zu teuer war und ich mich sowieso nicht dafür interessiert hab’, haben wir auch das am Ende gelasssen und uns auf dem Weg zum Auto gemacht. Bei einem kleinen Umweg zum Auto ist mal wieder ein Kilopack Eis ‘rausgesprungen, den wir dann mit besten Aussichten genießen konnten. :)

Nun ging’s ab zum 800m breiten und 5km langen Golden Gate Park, in dem es u.a. ein beeindruckendes Arboretum mit Pflanzen aus aller Welt zu sehen gibt, nebenbei natürlich noch Shakespeare’s Garden, künstliche Wasserfälle, ein paar Büffel und eine holländische Windmühle. Der weitere Weg Richtung Golden Gate Bridge führte uns an einem sehr genial gemachten Holocaust Mahnmal, mit Blick auf die Brücke vorbei.

Zum Abschied vom SFO ging es dann über die Golden Gate Bridge zum Nordparkplatz, der im Gegensatz zum Südparkplatz kostenlos ist. Von hier liefen wir bis zur Mitte der Brücke und zurück, und genossen dabei den Ausblicm auf die sich über San Francisco legende Dunkelheit.

Nun sollte unsere Tour, an Tankstellen mit unfreundlichen Verkäufern vorbei, zurück in Richtung Küste gehen. Der Weg zum Redwood National Park führte uns durch den Trail of Thousand Giants und auf schmalen Pfaden am Meer entlang.

Vom Redwood Park ging es dann, nein sollte es dann zum Crater Lake gehen. Nach ausgiebigem Abendessen (Burger mit Chili con carne :D ) suchten wir vergeblich nach einer günstigen Tankstelle…

Ich sag’s mal so: “Runnin’ out of gas in the middle of nowhere…” Und dabei bin ich so spritfahrend gefahren, dass sogar Christian gesagt hat ich wär langsam unterwegs gewesen. Zum Glück hat ein sehr netter Ami angehalten und mich bis zur nächsten Tankstelle und zurück gefahren. Vielen Dank. :) Auf dem Weg berichtete er mir von Erlebnissen wie er mal kein “gas” mehr hatte, glücklicherweise innerhalb einer Stadt und erzählte, dass er noch bis in das 1000km entfernte Tacoma fahren wollte. Am Ende konnten wir ihm sogar noch einen unserer “Deception-Dollars” geben, über den er sich ziemlich freute. Noch ein sinnvoller Amerikaner. :D

Die Nacht verbrachten wir mal wieder an einem hübschen Turn-Out und am morgen wurden wir mal nicht geweckt, aber von einem Polizisten gefragt ob alles in Ordnung sei, sehr freundlich. Bei der darauf folgenden Frühstückspause an einem idyllischen Waldsee gab die Kamera endgültig ihren Gest auf, weshalb ich nun weder Fotos vom Crater Lake noch von den letzten Tagen hab’.

Schade dabei hätten sich Crater Lake Fotos echt gelohnt, zum Glück hat Markus noch ein paar. Trotzdem hätte ich bei der Besteigung des Garfield Moutain gerne selbst noch ein paar Bilder gemacht. Der letzte Teil unserer Tour ging dann wieder über die schöne Oregon-Küste (mit teuren Attraktionen; “Woah, Höhlen”) zuzrück nach Portland.