Quote of the Moment:
Here’s to alcohol, the cause of — and solution to — all life’s problems.
Homer Simpsons
Piratenbanner

keine Angst

Christian am 31. August 2006 um 18:55

wir leben noch und es geht uns gut.

Wir waren im Arches NP, im Monument Valley und haben den Grand Canyon überlebt. Außerdem haben wir uns seit Vorgestern in Las Vegas breit gemacht.

Heute Nachmittag müssen wir dann Markus noch zum Flughafen bringen, weil der heute leider schon wieder noch Hause muss.

Die Berichte der vergangenen Abenteuer (oh ja, lasst euch überraschen :) ) stellen wir umgehend online (wahrscheinlich wird es aber erst heute abend).

Nur dass ihr euch keine Sorgen machen müsst…

Christian

City of Rocks

Christian am 26. August 2006 um 07:32

Naja, irgendwie haben wir es dann doch überstanden (auch wenn Markus und ich immer noch ein paar Schmerzen verspüren, aber das wird hoffentlich wieder, muss ja :-) ).

Also unser nächster Punkt war dann City of Rocks, schließlich hab ich mir ja nicht umsonst neue Kletterschuhe und einen Gurt gekauft…

Los gings Richtung Mammoth, da nochmal schnell an die Telefonzelle und bei Continental angerufen und da die große Überraschung: Mein Rucksack wurde gefunden, JUHU!!! Jetzt ist er zwar in Portland, aber wenigstens wieder da…

Also ab durch den YNP, nochmal an paar Attraktionen vorbei und dann ab auf den Highway. Da es ziemlich warm war (und es auf den NP-Campingplätzen und bei uns im Auto keine Dusche gibt) haben wir uns zwischendurch überlegt nochmal schnell irgendwo ins Wasser zu springen. Am Straßenrand liefen ein paar Jungs in Badehosen und mit Reifen lang, also Vollbremsung, umwenden und Auto am Straßenrand abstellen. Dass es sich gelohnt hat könnt ihr euch bestimmt gut vorstellen, wenn ich sage, dass es tausendmal cooler war als es auf dem Foto rüber kommt.

Baden im unbekannten Fluss Baden

Da Amis nett sind haben sie uns dann auch mal ihre Reifen ausgeliehen und wir sind noch voll cool geraftet.

Baden Baden

Doch dann mussten wir leider weiter, durch die wohl mit spannendste Gegend der Welt (wer das Lied ?Let there be Rock? von Tocotronic kennt muss sich nur mal die ersten Zeilen anhören!) Richtung Süd-Idaho.

Irgendwann gegen halb 3 sind wir dann nach einigen Kilometern Schotterpiste (es war eine offizielle Straße!) im City of Rocks (National Reservation, also sowas wie ein Nationalpark) angekommen. Es sprangen auch noch ein paar Tiere rum, erwischt habe ich aber keine (unsere Bremsen funktionieren zum Glück ja wieder richtig…). Die Hasen haben übrigens 4:3 gegen die Vögel gewonnen, naja irgendwie muss man sich ja wachhalten…

Am nächsten früh gabs dann Besuch von einer Rangerin und da ich als einziger schon aufgestanden war hab ich alles mit ihr geklärt (juhu, mein Englisch ist doch besser als gedacht).

Irgendwann sind die anderen dann auch aufgestanden und wir sind erstmal ins Park-Office und haben uns ‘nen KletterFührer organisiert und uns paar schöne Felsen und Wege rausgesucht.

Markus und Christian mit KleFü Christian mit KleFü

Wer uns kennt kann sich aber bestimmt gut vorstellen, dass wir uns dann spontan doch noch umentschieden haben und was anderes geklettert sind :)

Aber es war einfach nur geil! Die Aussicht war überwältigend und der Weg hat auch mehr oder weniger Spaß gemacht (hmm, irgendwie bin ich ein wenig aus der Übung und dann braucht man immer doppelt so lange und doppelt so viel Kraft…)

Christian Ausblick Klettern I Klettern IV

Und ich hab noch meine gute 1-Dollar-Store-Sonnenbrille beim klettern verloren (ging teilweise ganz schöner Wind), aber glücklicherweise wiedergefunden.

Brille im Busch Brille im Busch II

Nach zwei Wegen geklettert und langem hin-und-her haben wir uns dann umgeguckt, und ‘nen schönen Fels rausgesucht, uns mit Kletterzeug, Rucksack und Bier bewaffnet und sind einfach mal drauflos geklettert. Irgendwie und wann waren wir dann auch oben und es hat sich wirklich gelohnt. Dann da oben gemütlich rumgesessen und Bierchen getrunken. Flori hat sich aufgeregt, dass wir ernsthaft drüber nachgedacht haben wie wir Wasser in unsere Pools bekommen und wie man es am besten anstellt, dass dieses dann auch noch schöne Badetemperatur hat. Aber die Idee war auch wirklich toll ;)

Pool Pool II Pool III Pool IV

Der einzige Nachteil war nur, dass wir ein wenig lange rumphilosophiert haben, so dass es dann langsam kälter und (was deutlich schlimmer war) dunkel wurde. Leider war es scheinbar auch kein ganz offizieller Gipfel, aber wir haben trotzdem was zum Abseilen gefunden und zum Glück hat Markus ein 70-Meter-Seil, so dass wir mit zweimal abseilen dann sogar wieder festen Boden unter den Füßen hatten…

Den Abschluss des Tages bildete dann ein kleines Feuer mit Büffelsteak. Doch da es angefangen hatte zu stürmen haben wir uns aber nur aufs essen und Bier austrinken beschränkt.

Freitag früh sind wir dann nochmal auf den Elephant Rock, wobei Flori vorgestiegen ist und sich echt gut angestellt hat. Ich kann also doch noch was nachsteigen wenn Markus dann weg ist ;)

Klettern II Klettern III Elephant rock Abseilen
Kommentar hierzu: Flori steigt vor, Markus “hält den Strick” und ich mache die Beweisfotos für die Versicherung ;) Wer mehr dazu wissen möchte, der sei an dieser Stelle auf ein sehr schönes Lied von Tommi Bums und den Rembels verwiesen: http://www.strusel007.de/liederbuch/Rembels/bergkameraden.html
Schöne Grüße hierbei an alle, die schonmal mit uns klettern waren :P

Gegen Mittag haben wir dann unseren Trip Richtung Süden fortgesetzt, wobei wir noch einen kleinen 25 km Umweg (für hier ist das keine Entfernung!) gemacht haben, weil es unser Auto auch als Dorf gibt:

Plymouth in Plymouth Plymouth in Plymouth II

Naja, dann noch kurz duch Salt-Lake-City, wobei wir vergeblich versucht haben an den See zu kommen und dann weiter zum Arches NP. Vorhin waren wir auch nochmal schnell auf ‘nem Campingplatz zum duschen (alle paar Tage muss das schonmal sein) und mal schnell die neusten Beiträge online stellen und Mails lesen (die hatten zum Glück keinen Nachtwächter :P ).

Und jetzt sind wir um halb 3 (25.08.06) auf dem Weg zum Campingplatz im NP (die sind viel billiger, haben dafür aber kein Strom und Wasser) und Markus versucht die Tierwelt leben zu lassen und testet deshalb immer mal wieder die Bremsen…

Soweit erstmal, cia Christian

PS: Die Bilder werden demnächst dann eingestellt, müssen noch schick gemacht werden und Flori schläft gerade und wir wollen auch gleich weiter…

Yellowstone NP

fly.floh am 25. August 2006 um 10:08

Okay manche Leute hätten sich geärgert: Geht das Auto schon wieder kaputt, damn! Haben wir auch, aber nur kurz. Wir haben uns aber auch gefreut, dass die Bremsen nicht nen Kilometer vorher kaputt gegangen sind, sondern erst als wir auf den Zeltplatz eingebogen waren. Schwein gehabt!

Nett wie wir sind haben wir direkt noch zwei Amerikanern dabei geholfen ihr Auto von ihrem Anhänger zu laden. Daraufhin haben uns Adam und Christie ? so heißen die beiden ? angeboten am nächsten Tag mit uns durch den Yellowstone NP zu fahren. Außerdem haben wir alle eine ganze Weile in den heißen Quellen von Mammouth Hot Springs gesessen und das eine oder andere Bier getrunken, war sogar für amerikanische Verhältnisse echt gutes Bier :) .

Hot-Springs Hot-Springs II Hot-Springs III Hot-Springs IV

Am ?Eingang? der heißen Quellen stand ein Schild auf dem die Badezeiten ausgewiesen waren. Man muss sich das vorstellen: Mitten in der Wildnis, natürliche heiße Quellen: Aber pünktlich um 9 wird das Wasser abgestellt? Oder wie soll man sich das vorstellen? Natürlich wird das Wasser nicht um 9 abgestellt, wir saßen schließlich bis 10 darin. Auf dem Rückweg zum Zeltplatz luden wir uns noch ein wenig mit Feuerholz voll, um dann extra für Markus unser erstes richtiges Campfire zu machen.

Beim Essen (Reis mit Tomatensauce) wurden auch die Reste unseres 5l Wein-Kanisters vernichtet.

Früh am nächsten morgen, ich glaube es war um 9 oder halb 10, klingelte der Wecker, schlielich wollten wir ja den Park besichtigen. Also ab in Adams wirklich riesigen Dodge-Van, und los geht?s.

Der Nationalpark strotzt nur so vor Thermalzonen mit verschieden großen Geysiren, dampfenden Quellen mit kochendem Wasser und Schwefelgeruch. Dazwischen finden sich viele Büffel und Elche.

Allerdings ist es nicht wirklich überall spannend:

Schlaf-Bild

Der erste Stop ist ?Roaring Mountain? ein dampfender und qualmender Berg, auf der anderen Straßenseite tummeln sich Bisons.

Roaring Mountain

Mit mehreren Zwischenstops an heißen Quellen und anderen Geyisren geht?s dann zur weithin sichbaren Hauptattraktion des Nationalparks: ?Old Faithful? einer der höchsten regelmäßigen ausbrechenden Geysire der Welt.

Old Faithful spuckt sein Wasser ca. 15m hoch und bricht im Schnitt alle 90 Minuten aus.

Für den faul gewordenen Halb-Amerikaner wie uns ist Old Faithful durch einen zweispurigen Highway erschlossen, es gibt einen Parkplatz, der sich vor dem MTZ-Parkplatz nicht verstecken muss, Milllionen von Eis- und Souvenir-Ständen und zwei Bankreihen, dass man währrend des ganzen Specktakels bloß nicht stehen muss.

Old Fathful Übersicht

Also Reihen wir und zwischen fetten Amerikanern und fast so dicken Deutschen in der Schlange vom Eisstand ein und kaufen uns für (nur!) $2,95 ca. 10 Kugeln Eis, große Kugeln. Danach bewegen wir uns unglaubliche 100m über den Parkplatz und haben noch ca. 20min bis zum Specktakel. Also machen wir mal einen auf Europäer, man könnte auch Naturliebhaber sagen, und wandern noch auf den Aussichtspunkt hoch und verpassen natürlich prompt die alle 90 Minuten wiederkehrende Sensation.

Old Faithful verpasst Old Faithful verpasst

Also nochmal warten. Dann laufen wir eben noch den Rest der Attraktionen ab, hatten wir ja sowieso vor. Auf dem Weg treffen wir noch ein paar Büffel und sehen eine ganze Menge heiße Quellen und Geysire.

Thermalzone Yellowstone Bunter See Liberty Pool

Viech Bunter See II Büffel II Büffel

Glücklicherweise gibt es mit steigender Entfernung von der Hauptattraktion auch immer weniger fettige Touris. Antiproportionalität quasi. Langsam wird die Zeit aber doch knapp und da wir Old Faithful nicht nochmal verpassen wollen machen wir uns auf den Rückweg und kommen ca. 10 Minuten zu früh dort an, ergattern noch einen Erste-Reihe-Sitzplatz und das gebannte warten geht los. Fehlt eigentlich nur noch die Werbung vorher, wie im Kino oder so.

Wenigstens gibt es den Eismann, damit die armen Amerikaner in den 3 Minuten, die Old Faithful für seine Show braucht nicht verhugern. Ist ja schließlich schlimm genug, dass die ganze Sache so unregelmäßig statt findet (alle 75-210 Minuten).

Old Faithful Old Faithful

Danach noch schnell ein paar Postkarten ergattern und auf dem Highway zurück zum Zelplatz.

Nach kurzer Pause geht?s dann in das Dörfchen Mammoth zum Abendessen. Klassisch Amerikanisch: Hamburger! Von hübscher, polnischer Bedienung. :) Und natürlich Soda mit Free-Refills.

Als es dunkel wurde sind Adam und Christie dann zurück zum Zeltplatz, wir blieben noch eine Weile und entschieden uns den heißen Quellen noch einen Besuch abzustatten. Zum Glück war es bereits weit nach Badeschluss und die braven Amerikaner hatten die Quellen schon wieder verlassen, denn wie so oft hatten wir keine Badehosen zur Hand. Da es rund um Yellowstone nur das kleine Kaff Gardiner (dazu später noch mehr) gibt, konnte man aus den heißen Quellen so gut wie jeden Stern sehen, den es im Universum gibt. Auch einige sehr schöne Sternschnuppen konnte man sehen, die teilweise so groß waren, dass sie in der Luft zerbrochen sind.

Danach (nach 12Uhr) ging es mit der Weinflasche bewaffnet auf den naheliegenden Hügel, mehr Sterne gucken.

Für den nächsten Tag hatten wir feste Pläne: Auto reparieren lassen und weiter fahren. Da wir wie so oft ausgeschlafen haben verpassten wir die Herde Elche, die am Zeltplatz vorbei zog. Deswegen mussten wir sie später nochmal Fotografieren gehen. Christian hatte sie glücklicherweise auf der Suche nach einem Stock wiederentdeckt.

Elche Elche II Elche III Elche IV

Auf dem Weg zum Klo, treffe ich auf einen alten Amerikaner, der mich fragt ob ich die Schlange weg geräumt hätte. Ich antworte mit einem verschlafenen: ?Schlange?? Woraufhin er verstört guckt und zu dem Schluss kommt er müsse mich verwechselt haben. Hat er auch, nämlich mit Christian. Dieser zeigt mir die Schlange, die er neben den Weg auf einen Stein gelegt hatte, mit dem von den Elchen geklauten Stock.

Schlange

Im Auto gings dann in Richtung toller Erlebnisse in Gardiner, Montana. Doch dazu im nächsten Beitrag mehr.

Seattle

fly.floh am 25. August 2006 um 09:07

Auf der Durchreise vom Olympic NP nach Spokane fuhren wir durch die nette ?kleine? Stadt Seattle. Seattle hat ein großes Problem: Parkplätze sind selten, sehr selten. Und wie seltene Dinge nunmal so sind auch extrem teuer. Doch geübte Geizhälse wie wir finden überall kostenlose Parkplätze, wozu haben die Amis denn zwei riesige Stadien direkt nebeneinander. Auf dem Weg von dort in die Innenstadt halten uns auch Zäune und Tore nicht auf, doch dazu später mehr.

Downtown Seattle ist eigentlich recht nett, sehr lohnenswert ist auch der Gang über die Waterfront, Seattles Innenstadt liegt direkt am Meer. Wenn das Wetter passt wird man mit einem einmaligen Blick auf die Olympic Mountains belohnt. In der Innenstadt selbst gibt es nette Bars und Lokale. Doch zunächst lohnt es sich durch den leider schon geschlossenen Markt zu gehen.

Auf dem Weg von der Bar zum netten Restaurant kamen wir an einem schönen Altersheim vorbei, auf dem Fußweg daneben findet sich dieses Schild:


Senior Citizen Xing

Im Restaurant wurden wir dann selbst wenn man deutschen Service gewohnt ist verdammt schlecht bedient, der ?Free-Refill? wurde nichtnur mit bösem Blick sondern auch ordentlich donnernd auf den Tisch gestellt. Das riesige Omlett war trotzdem lecker :)

Auf dem Rückweg zum Auto haben wir die unglaubliche Straße die unter einem Haus durch führt gesehen, was Straßenbau anhgeht sind die Amis sowieso ein klein bisschen krank. In Seattle gibt es mehrstöckige Highways, die Ausfahrten auf der linken Seite haben, die dann über verschiedene Brücken und Tunnels zu anderen Straßen führen.

2-stöckige Straße 2-stöckige Straße II Mehrstöckiger Freeway

Nunja weiter vorbei am Bahnhof (ja auch sowas gibt?s hier ;) ) zurück zum Auto. Unaufhaltsam bewegen wir uns auf ein Tor zu was uns vom Auto trennt, doch dieses ist selbst mit Flip-Flops kein Problem. Ohne leider schon.

Die folgende Nacht sind wir dann wie schon berichtet nach Sponkane weiter gefahren und von dort weiter zum Yellowstone NP, den wir gerade während ich diesen Text schreibe verlassen.

Seattle Skyline

Olympic NP

fly.floh am 19. August 2006 um 09:16

Nachdem wir Portland verlassen haben, melden wir uns nun aus direkter Nachbarschaft zum Yellowstone NP, direkt im Nichts. Auf dem Weg hierher haben wir allerdings noch eine kleine, zwei-tägige Pause im Olympic National Parc eingelegt.

Von einer Pause kann man allerdings eher nicht sprechen, da uns nun alles (hauptsächlich die Beine) weh tut.

Als wir im Olympic NP ankamen, hatten wir erstmal ein Problem: Einen platten Reifen. :( War allerdings, dank der freundlichen Hilfe einer Park-Rangerin und ein paar Amerikanern, schnell gelöst. Schließlich gibt?s Ersatzreifen. Nachdem das also kein Problem mehr darstellte beschlossen wir einen ?kleinen? Spaziergang zu machen.

Rad wechseln Christian beim Reifenwechsel.

Wir suchten uns also einen netten Berg am Horizont heraus, schauten auf der Karte nach dem Weg und liefen los. Auf diese Weise entschieden wir uns für den 35 Meilen (46 Kilometer) Spaziergang, mit luxuriöser Zeltübernachtung auf einem ca. 2.300 Meter hohem Berggipfel bei ca. 4°C.

Unser Berg “Unser” Berg aus der Ferne

Waldbrandgebiet Ein kleines Waldbrandgebiet auf dem Weg

Ausblick Ein wenig Aussicht

Christian Noch mehr Aussicht

Suchbild Wer findet das Tier?

Schneefeld Ja das ist Schnee ;)

Am späten Nachmittag erreichten wir den netten Sattel auf dem Bild, der für geübte Kletterer wie uns natürlich kein Problem darstellte (dass wir keinerlei Sicherung mit hatten müssen wir ja nicht erzählen :O) ).

Der Sattel Scheiss Höhenangst

Es folgte ein steiles Geröllfeld, dass es quer zum Hang zu durchqueren galt, nach 17 Meilen eine echt anstrengende Sache, vorallem da wir rennen mussten, aber man sieht, dass es sich echt gelohnt hat:

Sonnenuntergang

Die Nacht auf ?unserem? Berg, gestaltete sich sehr kalt, doch leckere Nudeln mit Tomatensuppe und Honig-Melone rundeten das ganze ab.

Wassermelone Lecker :)

Der Abstieg vom Berg am nächsten Tag erfolgte wieder über einen Sattel mit sehr imposanter Aussicht, am besten ihr schaut einfach mal auf die Bilder:

Blick links Blick rechts Blick vom Sattel in die Täler links und rechts davon

Nach dem Sattel fanden wir einen schönen See zum Baden. Nicht zu warm, da gut klimatisiert. :) Man könnte auch sagen Arschkalt, weil vom Schneefeld darüber gespeist. Wir hatten zwar keine Badesachen dabei, aber da ausser uns niemand da war, war das echt egal. Zumal wir ein paar Tage vorher in der Nähe von Portland neben einem Highway nackt baden waren (was übrigens verboten ist und erstmal eine Festnahme zur Folge hat, falls man erwischt wird). Der Badesee war auch eine wilkommene Trinkwasserquelle.

Baden Der See Schöner Badesee

Der weitere Weg führte über Grand Pass und durch ein Flusstal zurück zum Auto.

Blick zurück Grand Pass mit Blick zurück auf unseren Berg

Bei der Ankunft wurden wir von drei netten Rehen begrüßt, die neben dem Parkplatz auf der Wiese rumstanden.

Die folgende Nacht verbrachten wir im Auto, bevor wir dann tagsüber neue Reifen kauften. Am Ende dieses Tages ging es dann nach Seattle (leckeres Essen und schlechter Service, mehr dazu später mal) und nachts weiter nach Spokane (wo wir wieder im Auto schliefen). In Spokane erledigten wir noch ein paar Einkäufe bevor wir heute auf einen Zeltplatz neben Yellowstone weiter fuhren, was schlappe 600 Milen (960 Kilometer) waren.

Bilder

fly.floh am 14. August 2006 um 08:04

Eigentlich gibt’s ja noch bissl was zu erzählen von heute, aber ich hab kaum Zeit, weil wir nochmal in ‘nen Club gehen wollen, bevor wir morgen Portland verlassen. Also gibt’s einfach ein paar Bilder.

mt. hood Mount Hood aus dem Flugzeug

Luftbild Ein Highway am Flughafen aus der Luft

Das Auto Unser 1991 Plymouth Voyager (”geile Karre”)

Christian & Keanan Christian & Keanan mit Bier

Castor Castor Oil

Christian Christian Christian beim Klettern

Markus Markus beim Disc-Golf

Flo Aida und ich beim Disc-Golf

Sandy-River Irgendwelche Amerikaner auf dem Sandy-River

Sandy-River II Christian und Markus am Strand von Sandy River

Sandy-River III Markus, Christian und Kofi beim Baden am Sandy

Baden am Sandy Allegra, Aida, Kofi, Markus und Christian

Sandy-River IV Der Strand von Sandy-River

Wanderung zum Sandy Der Wald durch den wir wandern mussten um zum Strand zu kommen.

Gruß

Flo(h)

P.S. Klickt einfach auf die Bilder um gößere zu sehen :)

die ersten Tage – Portland

Christian am 13. August 2006 um 20:48

So, dann werd ich hier auch mal meinen Senf dazu geben :-)
Ich bin am 08.08. kury vor Mitternacht angekommen, 10000 km von zu Hause weg, in einer Stadt wo mich keiner kennt und versteht und ich hatte nur einen kleinen Zettel mit einer Adresse von einem App. wo der Schluessel zu unserem Auto und ein Platz zum Schlafen (wobei das noch nicht genau feststand) für mich bereit stand…
Naja erstmal hatte ich ein ganz anderes Problem: mein gerade extra neu gekaufter Rucksack kam nicht mit mir nach Portland, also erstmal in bestem 7-Punkte-Schulenglisch versucht da was zu managen. Naja, es hat auch so mehr oder weniger geklappt.
Dann hab ich den Zettel mit der Adresse drauf genommen und mich versucht dahin bringen zu lassen. Naja, ne Stunde später stand ich dann vor der Tür des Hauses und 10 minuten später war ich dann sogar drin und hab sogar das Apartement gefunden und, es war bereits um 2, es hat sagar noch jemand aufgemacht, zu meiner überraschung Markus *der dritte in unserer Runde), juhu, jemand der mich versteht :-)

Mittwoch war Markus nochmal mit seinen Eltern unterwegs und für mich stand erstmal Flori abholen auf dem Plan (seine Geschichte kennt ihr ja…) und danach dann die Stadt unsicher machen, naja, wir haben unser Auto gesucht und sind ein paar Strassen auf und abgegangen. Naja, wir hatten keine Karte mit und wussten auch nicht mehr wie die Zweite Strasse heist in dessen Nähe das Auto steht. Wir haben uns dann von einem netten Ami die Montgomery Street entlang fahren lassen, bis wir das Auto gesehen haben (zum Glück bin ich frühs mit Markus schonmal eine Runde gefahren und wusste wie es aussieht)…
Naja, Auto gefunden, ne Runde getestet und da wir sowohl keine Versicherung als auch kein Benzin mehr im Tank hattten sind wir dann wieder zurück zum App. gelaufen um von da aus nochmal in die Stadt zum shoppen zu gehen. Ich glaube Keenan (unser WG-Mitbewohner und Ami) ist sein ganzes Leben noch nie so viel gelaufen…

Donnerstag sind Markus Eltern und Bruder dann zurück geflogen und wir haben erstmal noch deren Wohnmobil zurückgegeben, ne Versicherung abgeschlossen unser Auto ausgesaugt und aufgeräumt, jetzt sieht es echt cool aus.
Danach waren wir noch klettern und im Fluss baden.

Freitag: Da mein Rucksack immer noch weg war und ich mittlerweile theoretisch 100 Dollar yur Verfügung hatte waren wir erstmal schön ne Runde shoppen, hab jetzt echt coole Sachen ausm Second Hand Shop und ne elektrische Zahnbürste und nen tollen neuen Rassierer und so… Abends waren wir dann noch in ner Disko, was auch gany witzig war. Flori ist geküsst worden, nänänänänä.

Samstag: Wie immer schön ausgeschlafen und dann mittags Disc Golf spielen gegangen. Disc Golf ist ein echt cooles Spiel. Stellt euch einfach Golf vor, nur dass man keinen Ball hat sondern ‘ne Frisbee-Scheibe und in ‘nen Korb schiesst. Guckt euch einfach die Bilder an…
Danach waren wir schön Burger essen und nochmal im Fluss und auf der Heimfahrt bei Wendy’s, also wieder Burger essen :-)

Cia

Christian

LH 468 und USA-Einreise

fly.floh am 11. August 2006 um 00:34

Gestern wird mir wohl auf ewig in Erinnerung bleiben, bei dem ganzen Stress den ich da hatte.

Nunja ich sollte wohl einfach am Anfang anfangen:

Roman hat mich pünktlich um kurz vor 8 abgeholt (fettes danke nochmal :) ). Wir sind dann nochmal mit Janina zum Starbucks und haben nochn bissl gelabert und nen Kakao bzw. Kaffee getrunken.

Nach der ganzen Aktion mit Sicherheitskontrolle bin ich dann zum Gate und wollte einsteigen. Ja leider war das Flugzeug gestern überbucht und ich musste mir erst nen neuen Sitzplatz geben lassen, war eigentlich kein Problem hat nur ne Weile gedauert. Als ich dann endlich im Flugzeug war, die Müdigkeit übermannte mich langsam, da ich ja die Nacht vorher durchgemacht hatte, saß plötzlich jemand auf meinem neuen Sitzplatz. Ein netter Steward bemühte sich gleich um mich uns rannte erstmal 5 Mnuten weg… Er kam allerdings mit meinem neuen und glücklicherweise endgültigen Sitzplatz wieder. 40A, ein Fensterplatz :D . Davon bekam ich allerdings erst am Ende des Fluges etwas mit, weil ich die ersten 7 Stunden geschlafen habe.

Die nächste Hürde war die USA-Einreise. Als erstes darf man einen netten grünen Zettel ausfüllen, das ist nur dann ein Problem, wenn man, wie ich, ohne Stift verreist :D

Nunja ist ne tolle Möglichkeit nette Mädels kennen zu lernen… ;) Leider ist sie nach Seattle weiter geflogen :(

Dann gehts mit ausgefülltem Zettel und Reisepass zur Einreise. Dort trifft man nette US-Border-Patrol leute die einen vielleicht nicht einreisen lassen, doch von vorne.

Die erste Frage die man bei der USA-Einreise gestellt bekommt kennt jeder aus den Filmen: Warum sind Sie eigentlich hier?

Das ging noch, Urlaub halt. Erst als ich ihm sagen musste, dass ich zwei Monate da bleiben will wurde er stutzig. Irgendwie muss der Mensch gedacht haben ich will ohne Visum in den USA studieren, zumindest teilte er mir mit, dass seine Leute mein Gepäck durchsuchen und wenn sie Uni-Material finden würden, wird er sich nochmal mit mir unterhalten. Nunja da ich außer Reiseführern kein Gepäck mit hatte, dachte ich mir Scheiss drauf, der nächste Mensch war dann netter und 10 Minuten später war ich doch tatsächlich eingereist :D

Nun werden wir noch ein paar Tage in Portland verbringen, und dann wahrscheinlich Richtung Seattle weiter machen.

Portland

fly.floh am 10. August 2006 um 00:09

so wollte nur mal kurz melden, dass ich es trotz mega chaotischem flug und übelst angepisstem customs-officer geschafft habe hier anzukommen :D
die lange version gibts dann irgendwann die tage, wenn ich mal mehr lust hab was zu schreiben ;)

gruß

flo(h)

Einen wunderschönen guten Abend

fly.floh am 9. August 2006 um 02:27

Tja der Max fing grade an, “schreib doch nen Blog, in USA” und ich muss sagen, da mir die Idee gefällt habe ich prompt mal dieses hier eingerichtet und werde mal sehen was sich so machen lässt.

Die ganze Sache wird wahrscheinlich seeeeehr unregelmäßig werden, weil ich ja nicht weiß wann und wie ich mal Internet haben werde. Aber wenn ich Internet habe werde ich mich denke ich immer mal kurz melden, nicht, dass ihr noch anfangt euch Sorgen um mich zu machen ;)
Mein Flieger geht morgen um 10.05Uhr von Gate B25 und für alle die’s interessiert: Ich sitze auf Platz 30G. Laut Flugplan fliegt ein toller Airbus A340 nach Portland.

Warum ich das alles gerade schreibe? Hauptsächlich weil mir langweilig ist, ich will durchmachen um dann morgen im FLieger pennen zu können, außerdem kann ich mich so schonmal an Portland-Zeit gewöhnen, dort ist es schließlich erst 17.25Uhr.

Nunja das war’s aber auch schon von mir. Das nächste mal werde ich mich dann wohl von der anderen Seite des großen Teichs melden.

Bis Dann

Flo(h) :)